Klamme Kommunen und Sportvereine

SSV-Vorsitzender: „Zusammenarbeit wird unabdingbar sein“

Das Geld der Kommunen wird immer knapper – das merken auch die Sportvereine. Frank Nottekämper, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) Ibbenbüren, skizziert im Gespräch mit unserem Medienhaus die Perspektiven für den Sport in der Stadt.

Herr Nottekämper, in Ibbenbüren scheint Eigenleistung stärker denn je gefragt: Arminia Ibbenbüren mit dem Kunstrasenplatz, der SV Dickenberg mit dem Vereinsheim und der TVI mit der Geschäftsstelle – sind die Zeiten, in denen die Kommunen ihren Sportvereinen die Anlagen finanziert haben jetzt endgültig vorbei?

Frank Nottekämper: In jedem Falle, aber das haben wir ja seit Jahren auf uns zukommen sehen. Die Vereine müssen heutzutage auch einfach ein Auge auf ihre Anlagen haben und müssen, wenn bauliche Maßnahmen nötig werden, schon frühzeitig die Weichen in Richtung einer Finanzierung stellen. Wenn ich einen Verein habe und dort Sport anbiete, muss ich mir das von den Mitgliedern auch bezahlen lassen. Ich war am vergangenen Samstag beim Traditionsturnier in den neuen Räumlichkeiten des TSC, die er über Mitgliedsbeiträge selbst finanziert hat, und da läuft alles gut, hat mir der Ehrenvorsitzende versichert.

Das ist ein Modell, eine andere Variante wäre, dass die Stadt zum Beispiel ein Nutzungsentgelt erheben könnte...

Nottekämper: Man braucht sich nichts vorzumachen, das Nutzungsentgelt wird kommen. Ich habe mit dem Bürgermeister auch schon darüber gesprochen. Wichtig ist uns aber, dass dieses Geld auch für den Sport verwendet wird. Solange ich SSV-Vorsitzender bin, werden mit diesem Geld keine Haushaltslöcher gestopft, sondern es muss zweckgebunden verwendet werden.

Gibt es denn schon einen Zeitplan?

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Nottekämper fordert neue Richtlinien

Eigenbeteiligung der Sportvereine

Von Henning Meyer-Veer IVZ-online

IBBENBÜREN. Wie erwartet hat der Rat der Stadt Ibbenbüren am Mittwochabend einstimmig die Pläne für den Bau eines Kunstrasenplatzes (wir berichteten) im Sportzentrum Schierloh verabschiedet. Für die DJK Arminia Ibbenbüren zeichnet sich damit nach langen Jahren endlich eine Lösung der enormen Platzproblematik ab.

Aber zu einem hohen Preis. Bis zur Aufhebung der Sportförderrichtlinien der Stadt vor etwa einem Jahr betrug der Eigenanteil von Vereinen an derartigen Bauvorhaben ein Sechstel der Kosten. Eine neue Förderrichtlinie gibt es noch nicht, die DJK muss sich aber bereits mit einem Drittel beteiligen. Und: Die Mittel aus der Sportpauschale sind damit bis 2022 fest vergeben.

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